Ich bin mir sicher, die Betreffzeile wird die Öffnungsrate dieser E-Mail in die Höhe schnellen lassen. Und wenn Sie diese Zeilen lesen, gehören Sie zu den Lesern, die sich Fragen, wie

  • „Wie kann man 50’000€ in einem Monat verdienen?“ oder
  • „Wie hat er das gemacht?“

stellen. Und nur zu gerne möchte ich dann Ihre Gedanken lesen können und wissen, bei wie vielen von Ihnen sich dann sofort negative Gedanken auftun.

  • „Stimmt das, was er schreibt?“
  • „Ist das ein Angeber?“
  • „Welche unmoralischen Geschäfte hat er gemacht?“

Um es kurz zu machen: nein, ich habe keine 50’000 € in einem Monat verdient (deswegen steht der Betreff auch in Anführungszeichen). Aber dennoch fasziniert mich der Gedanke, wie wir uns selbst beschränken, wenn wir so etwas hören. Und das bringt mich zum aktuellen Buch, welches ich in diesem Monat empfehlen möchte. Wie Sie sicherlich wissen, habe ich mir selbst auferlegt, öfter Bücher zu lesen, die so nichts mit meiner Arbeit als WordPress Entwickler zu tun haben.

Nicht um jeden Preis (Buchcover)
Nicht um jeden Preis

Nicht um jeden Preis heißt der Titel des Buches von Roman Kmenta. Und er beschreibt darin unter anderem, dass ein guter Gewinn etwas anrüchiges und unethisches an sich hat. Zumindest in unseren christlichen Breitengraden. Laut Autor heißt es in der Bibel angeblich schon, dass eher „ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel kommt“.

Sie haben sicherlich schon mal einen jungen Mann Anfang 20 Porsche fahren sehen. Was haben Sie sich dabei gedacht? Vielleicht so etwas wie „Da hat Papa ein hübsches Auto springen lassen“? Nichts für ungut. Natürlich ist das möglich, aber er könnte auch seine erste Million online gemacht haben. Ganz legal und mit steuerlichem Abzug. Heutzutage keine Seltenheit mehr. Trotzdem steigt in uns etwas auf, was man oft selbst nicht beschreiben kann. Neid vielleicht? Warum eigentlich?

Im Buch von Roman Kmenta geht es aber nicht nur darum, ob ein hoher Gewinn moralisch O.K. ist oder nicht. In erster Linie geht es darum, wie und warum man höhere Preise durchsetzen sollte. Und das ist echt lesenswert.

Nun aber zum eigentlich Teil der Mail:

WordPress Entwickler News

WordPress erschien in Version 4.7.4. am 20. April. Es war ein Maintenance-Release. Will heißen: es behob einige Bugs. 47 um genau zu sein (en.).


Mit WordPres 4.8 wird das CMS keinen Internet-Explorer in der Version 8, 9 und 10 mehr unterstützen (en).


Das WordPress Plugin Verzeichnis erhielt im April ein neues Layout und wurde daraufhin ein paar mal überarbeitet. Schuld daran waren schlechte Noten aus der Community, die das neue Layout erhielt. Es fehlten unter anderem die altbekannten Tabs und die Statistiken, die aber mittlerweile wieder zurückgekommen (en.) sind.


Ein Automattican hat ein cooles Projekt vorgestellt: Blog In A Box installiert WordPress lauffähig auf einem Raspberry Pi (en.).


WooCommerce ist in Version 3.0 (en.) erschienen und folgt nun dem so genannten Semantic Versioning (dt.). Unter der Haube sind vor allem die CRUD-Objekte (Create, Read, Update, Delete) neu.


Entwickler wurden darauf hingewiesen, dass das Subversion-Plugin-Repository als reines Release-Repository genutzt werden soll. Häufige Pushes würden nämlich zu Problemen führen. Ich glaube, dass die meisten das sowieso so nutzen, da Git um einiges komfortabler handzuhaben ist.


Jetpack ist in Version 4.8 überarbeiten worden (en.). Die Einstellungsseite soll nun aufgeräumter sein (en). Nochmal zum Hinweis: Seit geraumer Zeit basiert das populäre Plugin zum großen Teil aus React.JS (ich berichtete im Oktober DEV-Newsletter).


Unter Entwicklern ist Amazon Echo schon total bekannt. Amazons Siri-Pendant namens Alexa kann mit dem BlogHelper auch WordPress-Installationen steuern.


In knapp eineinhalb Wochen findet das WordCamp Berlin statt. Die Sessions für das eintägige Event stehen jetzt fest. Wieder sehr technik-lastig. Dazwischen auch mal ganz allgemeine Themen rund um WordPress. Meine Frau und ich sind auf jeden Fall vor Ort.


Kurz vor dem WordCamp Berlin findet ein nicht-offizieller WP-Admin-Day statt. Es versteht sich als Barcamp für alle Admins und DevOps (dt.).


Ganz ohne Technik geht’s aber auch: Zwischen dem 17.und 19. August wird in Denver das erste WordCamp nur für Publisher stattfinden.


Über Internet-Router die zu Hause aufgestellt sind werden aktuell mehr und mehr WordPress-Seiten angegriffen, meldete Wordfence (en). Die meisten gekaperten Router stehen wohl in Algerien.


BuddyPress hat die 2016 Umfrage-Ergebnisse vorgestellt (en). Interessant sind vor allem die technischen Details. Z.B. dass 92% der Umfrage-Teilnehmer WordPress 4.6+ nutzten (also immer up-to-date sind). Immerhin noch 48% befinden sich auf einem Shared-Hosting.


Ein neues Widget wird Einzug in WordPress 4.8 halten: das Media-Widget (en).


Sie benötigen mal wieder große Beispiele von namhaften Unternehmen, die WordPress einsetzen? WPBeginner hat mal 40+ davon vorgestellt.


Es gibt einen neuen Editor für WordPress. Ein Plugin welches sich in die Reihe VisualComposer und DiviBuilder einreiht. Nennt sich nun Setka Editor und sieht auf den Videos zumindest schonmal sehr gut aus.


Kennen Sie Watson? Die künstliche Intelligenz von IBM? Das WordPress-Plugin Watsonfinds nutzt die IA von Watson um herauszufinden, wie die emotionale Reaktion des Inhalts womöglich sein wird, wenn Nutzer ihn lesen (en.).


Webdev News

In diesem Medium-Artikel hat jemand mal Preload, Prefetch und Priorities in Chrome erklärt (en.).


Wer das automatische Ausfüllen von Formularen aktiv hat, sollte sich einmal dieses animierte GIF ansehen. Fast schon schockierend, dass sich so Daten abgreifen lassen. Chrome füllt nämlich – so scheint es zumindest – auch unsichtbare Felder aus und schickt diese ab. So landen diese auf fremden Servern


Eine App fast ohne Coding? Geht jetzt mit Jasonette. Man konfiguriert quasi nur eine JSON-Datei. That’s it.


Hier hat jemand geschrieben, dass PHP „scheiße“ sei (en). PHP-Entwickler sind angeblich nicht (mehr) gesucht. Kann ich natürlich das komplette Gegenteil behaupten bei der Masse an Anfragen, die ich erhalte. Aber es stimmt natürlich, dass JavaScript auf dem Vormarsch ist.


Es gibt einen neuen DNS-Record, der sich CAA nennt (en.) (Certificate Authority Authorization). Damit lässt sich festlegen, welche Zertifizierungsstelle erlaubt ist, Zertifikate für die Domain auszustellen.


Firefox trennt sich vom Update-Kanal Aurora. Die Firefox-Developer-Edition wird demnächst dann aus den Beta-Versionen bestehen (dt.).


Klar. Ab und an kopiert man sich schon einmal einen Schnipsel aus dem Internet. Geht schnell und ist einfach. Aber das Kopieren von Code birgt auch einige Sicherheitsrisiken, wie T3N beschrieben hat (dt.).


Dazu passend: Der 2017 Open Source Security und Risk Analyses Report (OSSRA) von Black Duck hat gezeigt, dass 67% der Software, die wiederum auf OpenSource-Software aufbaut, Sicherheitsprobleme hatte.


Wer kennt sie nicht, die Live-Fotos vom iPhone? Apple hat jetzt ein JavaScript-Framework veröffentlicht, welche die Live-Fotos ins Internet bringen sollen (en.).


Bei SmashingMagazine ist ein guter Artikel über Jekyll (einem Static-Site-Generator) erschienen, der das System mit WordPress vergleicht (en).


Es gibt wieder eine neue CSS-Anweisung: flow-root. Vielleicht haben Sie schon davon gehört?

display: flow-root;

Es ist als Quasi-Ersatz für clear:both gedacht.


Die Wayback-Machine wird bald die Anweisungen der robots.txt ignorieren. Will heißen: die Seiten werden vom dortigen Crawler gecrawlt, egal ob Sie das wollen oder nicht (dt.).


DeliciousBrains hat in einem ausführlichen Blogartikel erklärt, wie man WordPress durch NGINX-Microcaching beschleunigt (en.).


HumanMade zeigt in einem Blogbeitrag, wie sie Bilder auf High-Traffic-Seiten richtig optimieren. Tachyon nennt das selbst entwickelte Tool (en.) dazu.


10up hat die eigene Docker-Konfiguration für WordPress der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (en.). Der Vorteil gegenüber von VVV soll sein, dass sie viel schlanker ist.


Zum Schluss noch das ultimative HTTP-Statuscode-Cheatsheet:

https://twitter.com/glueckpress/status/857975966769057793


JavaScript News

ReactTraining.com hat seinen kostenlosen Online-Kurs für Version 15.5 von ReactJS geupdated (en).


Yoast hat einen sehr guten Artikel zum Thema Redux online gestellt (en).


Sie probieren noch mit ReactJS rum? Das ist Oldschool. Denn Facebook hat auf der hauseigenen Konferenz F8 schon den Nachfolger von ReactJS vorgestellt. Nennt sich ReactFiber und kommt mit Version 16.0 von ReactJS.


Noch keine Ahnung von JavaScript, die Zeitschrift iX hat JavaScript als Titelthema. Nicht so krass ausführlich aber dennoch lesenswert (dt.).

Happy Dev

Schon einmal einen 10-seitigen-Vertrag unter die Nase gehalten bekommen? Alles bullshit, wenn man sieht, wie kurz Warren Buffets Multi-Millionen-Dollar-Käufe vertraglich geregelt werden (en).


„Tag 2 ist Stillstand. Dann kommt der Tod.“ schrieb Jeff Besos an seine Mitarbeiter (en). Wenn es um sein Baby Amazon geht, ist ihm halt auch nix zu Schade. Hier das ganze Schreiben als PDF vom Handelsblatt (en).


Das erste Mal habe ich von Patt Flynn von dieser Idee gehört: Ein Ton kommt aus den Boxen wenn man einen Sale macht (und quasi Geld verdient). Nun hat das jemand nachgemacht und ging noch einen Schritt weiter: wie man mit Slack seine App überwachen kann (en).


iThemes hat in letzter Zeit sehr viele WordPress-Freelancer interviewt und jetzt noch einmal zusammengefasst, wie man Super-Crazy-Produktiv wird (en).


Kontist ist eines der ersten Fintech-Startups, die sich um die Gunst der Selbständigen bemüht. Und zwar mit einem kostenlosen Girokonto für alle Freischaffenden (dt.)


Sie sind WordPress-Entwickler, wie ich, oder wollen auch in der WordPress-Welt fußfassen? Lesen Sie den Beitrag von WPMU-Dev und erfahren Sie, welche 20 Dinge wichtig sind (en.).


That’s it!

Das war’s! Happy Coding und bis zum nächsten Monat.

Ihr Dipl.-Ing. (FH) Florian Simeth